Lebensrad

Mother Earth I can feel your body under my feet

Und s’Rad treit sich umma, rund und rund

Life is a circle, it goes round and round and round

Es speist und tränkt ein Mutter fein

Muntogna Toissa, ia sfondr an ties corp, mintga notg

Alt und weise bin ich

Den Morgen, den begrüssen wir

Aus dem Osten weht ein frischer Wind


Mother Earth I can feel your body under my feet

Ich fühlte mich mit den mir bis anhin bekannten Mutter-Erde-Liedern noch nicht wohl, weil sie nicht ganz ausdrückten, was ich fühle. Also bat ich um ein Mutter-Erde-Lied – es kam auf meiner eigenen Visionssuche im Mai 2007 zu mir. Später im Frauenkreis – zu Mittsommer 2009 - entstand beim Singen dann noch eine Version in Schweizerdeutsch.

Mother Earth I can feel your body under my feet
mother earth I can even hear your heart beat.
If it rains, if the sun shines, if the night falls dark into my heart
mother earth I always know you carry me.

Mueter Ärde, ich gspüre dine Körper unter mir.
Mueter Ärde, ich ghöre dine Herzschlag.
Ob es rägnet, ob d’Sunne schiint oder d’Nacht fallt dunkel I mis Härz,
Mueter Ärde, ich weiss dass du mich treisch.

Mother Earth

Noten: Mother Earth

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Und s’Rad treit sich umma, rund und rund

In Vorbereitung auf das Mittwinterritual 2008 tauchte ich – auf einer Autofahrt in meine Heimat Liechtenstein – in die Unendlichkeit der Kreisbewegung des Lebens ein. Ein Lied in meinem Liechtensteiner Dialekt entstand. 2009 dann entstand die hochdeutsche Übersetzung, denn der Liechtensteiner Dialekt ist für meine deutschen FreundInnen doch eher eine Zumutung...

Und s’Rad treit sich umma, rund und rund,
niamart kennt dr Aafang.
Und s’Rad treit sich imma, rund und rund,
allwil o ohni End.

Das Rad dreht sich rund, und rund und rund,
niemand kennt den Anfang.
Das Rad dreht sich rund, und rund und rund,
allweil auch ohne End.

Und s'Rad treit sich

Noten: Und s'Rad treit sich

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Life is a circle, it goes round and round and round

Im Heldenreiseritual im September 2007 ging ich selber über die Schwelle in die Natur, um ein Lied für die Gruppe zu finden. In die Leere tropft der erste lebendige Ton, die Welt entfaltet sich daraus in Kreisen – zögere nicht, diesem Ruf zu folgen...

Life is a circle, it goes round and round and round.
Into the space of silence, drops the power of the living sound.
There is up and down
and left and right -
your life will meet them all.
Don’t hesitate, don’t judge, don’t fight
just hear the spirit’s call.

Life is a circle

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Es speist und tränkt ein Mutter fein

Frau Holle, die europäische Version von Mutter Erde, taucht in den Jahreszeitenritualen immer wieder auf. Bei meinen kulturhistorischen Forschungen stiess ich auf einen Hessischen Hausspruch, den ich 2004 intonierte. Seither singen wir dieses Lied immer vor unseren Ritual-Essen – auf schweizerdeutsch „Teilete“ genannt.

Es speist und tränkt ein Mutter fein
viel hundertausend Kinderlein,
die sie ernährt hat ohne Zahl,
verschlingt sie wieder allzumal
und bringt sie wieder an den Tag.
Aus ihrem Schoss sie dies vermag!

Es speist und tränkt ein Mutter fein

Noten: Es speist und tränkt ein Mutter fein

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Muntogna Toissa, ia sfondr an ties corp, mintga notg

Ich liebe die romanische Sprache, die vierte Landessprache der Schweiz. Graubünden ist meine zweite Heimat und da leite ich auch Visionssuchegruppen in den Bergen. Berg Toissa ist der weibliche Berg, in den abends die Sonne sinkt. Gegenüber steht Piz Mitgel, der männliche Berg, hinter dem morgens die Sonne aufgeht. Während den vier Tagen Basislager auf 2000 m.ü.M. im Jahr 2009 entstand, angesichts des gewaltigen Bergpanoramas, dieses pathetische Lied von der grossen Bewegung des Lebens… Mein Lieblingslied.

Muntogna Toissa, ia sfondr an ties corp, mintga notg.
Anavos la veta, te am sveglias mintga de, Piz Mitgel.
Mintga notg, mintga de,
rond e rond igl muvimaint
igl madem cres, grond e grond
sella tera ed agl firmamaint.

(Berg Toissa, ich sinke in deinen Körper, jede Nacht.
Hinein ins Leben weckst du mich, jeden Tag, Piz Mitgel.
Jede Nacht, jeden Tag, rund und rund ist die Bewegung
der gleiche Kreis, gross und gross, auf Erden wie am Himmel.)
Muntogna Toissa

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Alt und weise bin ich

In Vorbereitung auf das Mittwinterritual 2009 tauchte die Gestalt der schwarzen, alten Frau Holle in mir auf. Ein kleines Lied zu Ehren jener Kraft, die seit Urzeiten das Leben bewegt.

Alt und weise bin ich
Kreise, Kreise zieh ich
Durch das Jahr, immerdar
alt, alt, alt.

Alt und weise bin ich

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Den Morgen, den begrüssen wir

In Vorbereitung auf das Netzwerktreffen 2011 der deutschsprachigen VisionssucheleiterInnen entstand dieses Lied, das die vier Qualitäten der Tageszeiten besingt und unseren Kreis als einen der Kreise in den unendlich vielen Kreisen des Lebens einbettet. Die letzte Zeile des Liedes hat auch einen selbstironischen Unterton, denn jede Gruppe, jeder Kreis, kreist manchmal eben auch ganz schön an Ort und um sich selber... Auch das ist eingebettet.

Den Morgen, den begrüssen wir, dem Mittag zu Ehren.
Vorm Abend verneigen wir uns
und des nachts sind wir still.

Kreise in Kreisen
auf viele Weisen
auch wir sind ein Kreis
am Kreisen.

Den Morgen, den begrüssen wir

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Lied der Vollendung

Dieses Lied wurde für das Wintersonnwenderitual 2007 entworfen. Mit ihm reisten wir noch einmal durch das ganze Jahr, durch alle Qualitäten. Am Ende sangen die Frauen das Lied als Kanon– als das Lied entstand, fiel mir das gar nicht auf, dass das geht! Damit wurden alle Qualitäten gleichzeitig besungen, fielen ineinander, lösten sich auf... und ein neues Jahr ging daraus hervor.

Mutter Erde, aus dir bin ich (Winter)
Luftige Jungfrau, auf dich höre ich (Frühling)
Feuerrote Göttin, mit dir liebe ich (Sommer)
Alte Flussfrau, dir geb ich mich hin (Herbst).

Lied der Vollendung

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Aus dem Osten weht ein frischer Wind

Dieses Lied besingt alle Himmelsrichtungen und alle Qualitäten und freut sich an dem Tanz, der uns jeden Tag ermöglicht, am grossen Tanz des Lebens teilzunehmen. Es entstand für das Pfingstritual 2006.

Aus dem Osten weht ein frischer Wind.
Aus dem Süden scheint warm die Sonne.
Aus dem Westen fliesst das Wasser bis zurück ins Meer,
und im Norden herrschen Kälte und Stille.

Und im Osten lach ich wie ein kleines Kind.
Und im Süden tanz ich voller Wonne.
Dann im Westen bin ich einsam, traurig und ganz leer
und im Norden schweigt mein eigener Wille.

Ref.
So tanz ich jeden Tag meine neue Geburt
Tanz das Nehmen und tanze das Geben.
Tanze jeden Tag meinen eignen Tod.
Tanze mit im Tanz vom ewigen Leben.

Aus dem Osten weht ein frischer Wind

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